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IoT – Anbindung per WLAN. Verlockend ABER mit Konsequenzen. Eine unvollständige Checkliste.

Die Anbindung von konnektiven Produkten mittels WLAN is en vogue. Die Verlockung dazu ist groß, denn diese Art der Anbindung ist kostenlos und vielfach verfügbar. Und auch technisch ist diese Art der Anbindung, auf Grund guter Unterstützung durch out-of-the-box Lösungen, einfacher zu handhaben.

Jedoch sind, wie so oft, allzu einfache Lösungen trügerisch, denn aus unseren IoT – Entwicklungsprojekten kennen wir die unterschätzten Folgen dieses Weges. Die folgenden Themen sollen Ihnen daher Hinweise auf mögliche Fallstricke der vermeintlich einfachen und kostengünstigen Anbindung Ihres konnektiven Produktes liefern:

WIFI am Standort

  • Gibt es dort Zugang zum WLAN, wo die konnektiven Produkte eingesetzt werden?
    Dies ist in der Praxis nur sinnvoll möglich, wenn der Betreiber des WLANs auch der Betriebsverantwortliche des konnektiven Produktes ist.
  • Wie wird die Kontinuität des Zugangs zum WLAN über die Zeit sichergestellt (Konfiguration, Policies, Verträge,…)?

WIFI am Produkt

  • Wie funktioniert die WIFI Anbindung am Produkt selbst? Ist dafür bspw. ein User Interface am Produkt vorhanden?
  • Wer konfiguriert die WLAN Verbindung? Sind dies z.B. Endnutzer des Produktes oder (Service-)Experten Ihres Unternehmens?
  • Wie entsteht das notwendige Feedback über die erfolgreiche Anbindung, bzw. die korrekte Konfiguration der WIFI Anbindung?

Verfügbarkeit des digitalen Service

  • Wie wird die Verfügbarkeit des WLANs sichergestellt um den digitalen Service (der mit dem konnektiven Produkt ermöglicht wird) zu gewährleisten?

Fazit

Das Management der Konnektivität bei WLAN Anbindung ist ein nachgelagertes Thema und wird bei der initialen Bewertung der Kosten der „technischen“ Lösung unterschlagen. Diese Managementkosten im Feld können rasch die eingesparten Übertragungskosten übersteigen.

WIFI ist dann eine interessante Alternative zu Mobilfunk oder anderen gemanagten Netzwerken, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Erstens, die wenn Geräte-Betriebs-Verantwortung in der gleichen Organisation liegt wie der Betrieb der WLAN Infrastruktur. Zumindest sollte es einen expliziten Nutzungs- und Managementvertrag zwischen den beteiligten Parteien geben.
  • Und Zweitens, wenn das IoT-Asset eine einfache und zuverlässige Konfigurierbarkeit (inkl. Feedback) der WLAN Anbindung bereitstellen kann.

Im Übrigen: Wenn gebäudeinterne Lokalisierung des Produktes relevant ist bietet WLAN einen Vorteil gegenüber anderen Technologien –  hierfür kann es wunderbar genutzt werden.

 

Sie haben Fragen, benötigen Unterstützung in diesem Bereich oder suchen einen One-Stop-Shop für Ihre (IoT-) Produktentwicklung? Wir sind gerne für Sie da.

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    Dipl.-Ing. Roman Wambacher

    Roman Wambacher founded a couple of successful IoT startups in the past five years. Prior to that, he established and headed the department of electronics and control engineering at Liebherr in Bischofshofen. Summarized, he has more than ten years of experience in design and delivery of huge, complex and value generating IoT solutions. Furthermore, Roman is part of the business community of www.enterprise-iot.org where he is also involved as an author and expert for embedded systems technology. Roman studied Engineering at Graz University in Austria.

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    Dipl.-Inf. Michael Jungmann

    Michael has been in the IT industry for 20+ years focusing on distributed systems. Michael has a strong track record in delivering enterprise and consumer IoT solutions during the previous 8 years. He works closely with customers in projects to derive requirements from business goals, drives system architecture and leads SCRUM teams to deliver large-scale value-generating IoT solutions. Furthermore, Michael is part of the business community of www.enterprise-iot.org where he is also involved as an author and expert for architectural software design. Michael holds a MSc. in Computer Science at Technical University of Ilmenau where he specialized in telematics and databases.

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    Dr. Alexander Grohmann

    Alexander was heading the Competence Center Digital Products at Alfred Kärcher GmbH & Co KG after his time as assistant of the Vice Chairman of the Management Board. He published articles focusing on Return-on-Invests of IoT solutions and IoT development. Alexander studied Industrial Management and was fellow of the “Thomas Gessmann Foundation“. Currently, he is working on a book named “smart-service.world” which will be published in March 2017, he is member of the board at the Association of Engineers (VDI) Baden-Wuerttemberg, leading the VDI „B2B Sales“ Group and lectures “Digital Transformation” in master programs at Aalen University.

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    Dipl.-Ing. Roman Wambacher

    Roman Wambacher verantwortet als einer der Gründer von Digital Enabler den Bereich Embedded Systems Development, Projektmanagement und Business Consulting. Gemeinsam mit seinen beiden Kollegen teilt er die Leidenschaft für das große Thema Digitale Transformation. Wambacher hat seit 2011 bereits mehrere heute erfolgreiche Unternehmen in der Industrie 4.0 Szene gegründet und war vor seiner Unternehmerzeit für knapp 8 Jahre bei Liebherr in Bischofshofen. Dort hat er den Bereich Entwicklung Steuerungstechnik und Elektronik aufgebaut und zuletzt als Abteilungsleiter geführt. Im Rahmen dieser und seiner Unternehmertätigkeit kann er auf mehr als zehn Jahre Erfahrung in Konzeption und Lieferung von großen IoT-Systemen zurückgreifen. Neben der technischen Expertise hat sich Roman Wambacher auf die Entwicklung von IoT-Geschäftsmodellen nach wertbasierten Ansätzen sowie Projekt- und Lieferantenmanagement spezialisiert. Roman Wambacher hat sein Diplomstudium an der Technischen Universität in Graz absolviert.

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    Dipl.-Inf. Michael Jungmann

    Michael Jungmann ist als Gründungsmitglied von Digital Enabler für das Requirements Engineering, die Softwareentwicklung sowie die Führung der Entwicklerteams verantwortlich. Seine Leidenschaft ist  die Digitale Transformation und neue Technologien. Weiter beschäftigt er sich mit dem Thema Interoperabilität intelligenter Produkte und dem Zusammenspiel aus Kundenanforderungen, Businesszielen, Systemarchitekturen und Projekt-, bzw. Lieferantenmanagement. Vor der Gründung von Digital Enabler war Michael Jungmann bereits bei mehreren Unternehmen im IoT-, Machine-to-machine und Telematikbereich als Gründer und Geschäftsführer aktiv. Jungmann besitzt mehr als 15 Jahre Erfahrung in der kundenfokussierten Umsetzung und dem Projektmanagement internationaler, hoch skalierter IoT-Projekte sowie in der Softwareentwicklung von verteilten Systemen. Seine vielseitigen Projekt- und Industrieerfahrungen sammelte er u. a. in der Automobilindustrie, der Sicherheitsbranche, der Medizintechnik und der Baumaschinenindustrie. Michael Jungmann studierte an der Universität Freiburg Informatik mit dem Schwerpunkt Telematik.

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    Dr. Alexander Grohmann

    Alexander Grohmann verantwortet als Gründungsmitglied von Digital Enabler das Business Development, Marketing und Vertrieb. Thematisch beschäftigt er sich mit der intelligenten Stadt der Zukunft, der smart city sowie der Entwicklung innovativer Servicekonzepte. Dr. Grohmann hat zuletzt drei Jahre bei der Alfred Kärcher GmbH & Co KG das Competence Center Digitale Produkte inkl. IoT, aufgebaut und verantwortet. Zuvor war er zwei Jahre Assistent des stv. Vorsitzenden der Geschäftsführung. Vor dieser Zeit sammelte er Erfahrungen im Automobilzulieferbereich und dem Maschinen- und Anlagenbau. Grohmann studierte als Stipendiat des Stifterverbunds der Deutschen Wissenschaft International Sales und Industrial Management in Deutschland, China und Südafrika. Parallel zur Promotion mehrere Jahre Projektleiter im Steinbeis Transferzentrum Institute of Technology, Marketing and Service Management. Er ist Mitglied des Vorstandes sowie Leiter des Arbeitskreises Technischer Vertrieb im Württembergischen Ingenieurverein (VDI), aktiv im VDMA Arbeitskreis Remote Services und liest Industrial Service Engineering an der Hochschule in Aalen.